Archiv für Oktober 2010

HEUTE KEINE VORSTELLUNG

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Allen, die sich darauf freuen, HOUSE OF SHAME / CHANTAL ALL NIGHT LONG endlich sehen zu können, müssen wir leider mitteilen, daß der Film nicht am 25.10.2010 im Kino International gezeigt wird. – Die Premiere des Films ist auf das Frühjahr 2011 verschoben. Einen genauen Termin gibt es noch nicht – es wird noch daran gearbeitet. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, informieren wir Euch.
(J.Jackie Baier-Filmproduktion)


Mois de la Photo / Monat der Fotografie

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Kunstraum Richard Sorge zeigt vom 16. Oktober bis 14. November die Gruppenausstellung „Streeple“ im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie – mit Arbeiten von Slava Mogutin; J.Jackie Baier; Alex Da Corte; Ari Versluis & Ellie Uyttenbroek / Exactitudes; Gihan Tubbeh, Musuk Nolte, Renzo Giraldo / Versus Photo.

Die Galeristen beschreiben ihren kuratorischen Ansatz wie folgt:

Kunstraum Richard Sorge is the setting for a photography exhibition that maps the complex area between empathy and exploitation, identification and voyeurism.
According to the Urban Dictionary, “streeple” denominates street people. The show’s photographers view their subjects as protagonists, not models; they are chosen and documented for what they are, and not brought to play any kind of role. Photographed (or casted) in the streets, they (and we, the viewers) are made aware of their specialness.
Placed at the center of attention, the protagonists are drawn into a dialog with the photographer based on the gradual development of trust. At best, this process leads to empowerment: “claiming the right to a face,” as photographer J.Jackie Baier puts it, of those living on the fringes of society, and beyond.
Using mise-en-scene to make the real more truthful, the photographers show that there is posing involved in every photo, no matter how straight-up.“ (Katalog 4. Europäischer Monat der Fotografie Berlin 2010, hrsg.v. Kulturprojekte Berlin, S. 66)

Ich bin an STREEPLE mit 9 Portrait-Arbeiten beteiligt, die ich zwischen 2005 und 2010 auf dem Straßenstrich in Schöneberg-Nord gemacht habe. Dort gibt es seit fast 40 Jahren eine Meile, auf der ausschließlich transsexuelle Mädchen anschaffen.
Begreiflicherweise sind Ihnen meine Arbeiten gewidmet.

Einige der Arbeiten, die während STREEPLE gezeigt werden, waren bisher noch nie öffentlich zu sehen. – Deshalb werden sie hier auch erst ab dem ersten Ausstellungstag gezeigt.

Das Portfolio bleibt online bis zur Finissage.

Maybe September …

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der TIMP war ein wirklich heruntergekommener Laden, ein schmutziger Haufen Steine, windschief hochgezogen und sicher lange schon verrufen, bevor es der Transenpuff von Köln wurde. Dann aber, als er es einmal geworden war, ging es richtig los: unten in der kaum erleuchteten Bar tanzten die unsäglichsten Fummeltrienen zu Cindy und Bert und Cage Au Folles auf Orangenkisten vor einer johlenden Meute, und in den vier Etage darüber wurde im Stundentakt Geld verdient, wenn Sie wissen, was ich meine…

Daß dieser Laden in der Lokalpresse inzwischen zur Kulturleistung hochgejubelt wird, muß damit zusammenhängen, daß er vor zweidrei Jahren geschlossen wurde und niemand mehr den Geruch in der Nase hat, der aus den Herrenklos herauf wehte, wenn der Rhein Hochwasser führte, oder Niedrigwasser oder irgendwas dazwischen.

So, wie die Sprache die Magd des Vorteils ist, so ist die Erinnerung die Hure der Rechtschaffenheit – da wird schon mal gespreizt, damit irgendwer ein guter Mensch bleibt.

Aber die Show, die sie jetzt hochgezogen haben zwischen den feuchten, stinkenden, ranzigen und von ungesundem Schweiß getränkten Tapeten dieses Jodelhauses, war großartig!

Zum Niederknien allein die Leistung, der Stadt, dem Land und den Immobilienhaien, die den Laden nach seiner Pleite gewinnbringend leer stehen lassen, das Haus für zweieinhalb Wochen abzuschwatzen!

Und ich durfte mittendrin sein. Ich kam mir vor wie Seeräuber-Jenny auf Besuch in der Heimat – Sie wissen schon, da, wo sie die Gläser putzte und man sich fragte, was lächelt die dabei …

Hotel TIMP – Kunst im Etablissement

Ein Projekt von: FENZkunstraum, Kunstwerk Nippes und Galerie Lichtblick

Arbeiten von (u.a.): Antoine d’Agata, Mariette Pathy Allen, J. Jackie Baier, Andrej Barov, Ilse Bing, Larry Fink, Michael Grecco, Birgit Kahle, Les Krims, Ann Simmons-Myers, Wolfgang Schulz, Arthur Tress, Jürgen Wassmuth, Miron Zownir uvm

Phantom der Seifenoper

Donnerstag, 14. Oktober 2010

15. Juli bis 23. September -

Zweieinhalb Monate München: Bilder produzieren in Serie, eins über das andere, bis sie verschwinden, alle zusammen … Wenn die Oper im bürgerlichen Zeitalter das „Kraftwerk der Gefühle“ war (Alexander Kluge), was ist dann die Seifenoper? – Kleine Gedanken auf dem kleinen Hügel, alles schon wieder retrospektiv, nur in der Erinnerung, und Erinnern heißt übermalen. Ich ist sowieso schon wieder ein anderer, was bleibt, ist einzig der Phantomschmerz – da war etwas, wo nichts mehr ist, und das tut weh – der Spießer denkt jetzt wahrscheinlich ans Gehirn, und ich denk an Freunde, die nicht mehr sind.


Quings and Queens of Qureuzberg

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Transgenialer CSD Kreuzberg, June 26, 2010 —
Here’s to you …
Been there – seen this …

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